„Ob uns wohl einer anruft?“ – die Geschichte von Taxi Jolly

„Ich hab‘ so viel erlebt, darüber müsste man eigentlich mal ein Buch schreiben!“ Wie oft hat man diesen Satz schon gehört, und wie oft ist dann nichts passiert?! Nicht so bei Klaus Werner Jolk. Er hat sich hingesetzt, sein Leben aufgeschrieben und in ein Buch gepackt mit dem Titel „Ob uns wohl einer anruft?“ Auf über 200 Seiten gibt der gebürtige Soester einen tiefen Einblick in seine über 27 Jahre als Soester Taxi-Fahrer und -Unternehmer.

Er schreibt, wie er durch Zufall Taxifahrer wurde, wie er als Kleinunternehmer 1993 seinen ersten eigenen Betrieb gründete, und wie er dann durch den Kauf eines großen und zwei mittlerer Unternehmen in Soest quasi zum Taxi-Monopolisten aufstieg. „Ich habe natürlich alle Namen meiner Kunden verfremdet. Der ein oder andere Soester könnte sich sonst im Buch wiederfinden“, sagt der Rentner heute mit einem Augenzwinkern.

„Ich traf die unterschiedlichsten Persönlichkeiten: Soldaten, die es zu dieser Zeit noch in unserer Stadt gab, Alkoholiker, Schläger, Diebe, Zuhälter und natürlich auch ganz normale Bürger, die nach dem Feiern einfach nur nach Hause wollten“, beschreibt Klaus Werner Jolk seine Klientel. Der Name ‘Jolly‘ war übrigens der Spitzname seines Bruders, der in Soest ein bekannter Boxer war – genaugenommen hieß er ‚Jolly 1‘. Da wurde der Name einfach übernommen.

Am Ende des Buches erzählt Klaus Werner Jolk mit einem lachenden und einem weinenden Auge den Verkauf seines Lebenswerkes, des Taxiunternehmens Jolly. Noch heute denkt er oft an jenen 1. Juni 1993 zurück, als alles anfing. Um 6 Uhr morgens und der alles entscheidenden Frage: „Ob uns wohl einer anruft?“ Aber das Telefon wollte und wollte nicht klingeln. Doch dann gegen Mittag der erste Anruf, die erste Fahrt, die erste Einnahme …

Weitere Infos:

Das Buch kostet 14 Euro und ist erhältlich bei Thalia

https://www.thalia.de/shop/home/suggestartikel/A1063998072?sq=Ob%20uns%20wohl%20einer%20anruft&stype=productName